Wichtige Tipps
Die Wirbelsäule ist das zentrale Stützelement unseres Körpers. Leider leiden viele Menschen im Alltag unter massiven Rückenbeschwerden und hartnäckigen Schmerzen. Die Ursachen dafür liegen oft auf der Hand: Stundenlanges Sitzen am Schreibtisch, genereller Bewegungsmangel und daraus resultierende Fehlhaltungen führen schnell zu schmerzhaften Muskelverspannungen und einer Überlastung der gesamten Rückenmuskulatur.
Egal, ob es unten im Kreuz an der Lendenwirbelsäule zieht oder weiter oben im Brustwirbelbereich (der BWS) blockiert: Wenn das komplexe Zusammenspiel aus Muskulatur, Faszien sowie den Bändern und Gelenken zwischen den einzelnen Wirbeln gestört ist, schwindet die Beweglichkeit im Alltag enorm.
Das Tapen der Wirbelsäule ist hier eine hervorragende Hilfe und bietet natürliche Unterstützung. Die sanfte Wirkung der Kinesiologie Tapes sorgt für eine spürbare Stabilisierung deiner Körperhaltung. Verhärtete Muskelgruppen werden entlastet, was dir hilft, fast intuitiv wieder in eine gesunde, aufrechte Haltung zurückzufinden – ganz ohne dich in deiner natürlichen Bewegung einzuschränken.
Bevor du mit der Tape-Anlage startest, gibt es noch ein paar kurze Tipps für die Praxis. Die Stelle auf der Haut muss absolut trocken, sauber und fettfrei sein. Gerade am Rücken empfiehlt es sich, bei vielen Haaren den Bereich vorher etwas zu rasieren, damit die Streifen auch beim Sport perfekt halten.
Wichtiger Hinweis: Das Taping ist eine wunderbare Ergänzung zur Physiotherapie oder zu gezielten Übungen gegen Rückenschmerzen. Bei extremen, ausstrahlenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder dem Verdacht auf Probleme mit den Bandscheiben solltest du jedoch zwingend einen Arzt aufsuchen. Die Informationen in diesem Artikel dienen deiner Unterstützung, ersetzen aber keine medizinische Diagnose.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Mit dieser einfachen Tape Anleitung kannst du bei allgemeinen Beschwerden im Rücken schnell für Entlastung sorgen. Jeder Schritt zielt darauf ab, die Wirbelsäule sanft aufzurichten und die umliegenden Strukturen zu stützen. Da der Rücken selbst schwer zu erreichen ist, holst du dir für diese Anlage am besten eine zweite Person zur Hilfe.
Vorbereitung
Für das klassische Taping der Wirbelsäule benötigst du in der Regel zwei lange Streifen in Form von I-Tapes. Um die exakte Länge abzumessen, neigst du den Oberkörper leicht nach vorne und machst den Rücken rund. Die Hilfsperson misst nun die Streifen links und rechts neben der Wirbelsäule ab – je nachdem, wo der Schmerz sitzt, zum Beispiel vom unteren Beckenrand bis hoch zur Mitte des Rückens. Nimm anschließend eine scharfe Schere und runde alle Ecken der Tapestreifen sorgfältig ab, damit sie sich später unter der Kleidung nicht vorzeitig lösen.
Tape richtig anbringen
Bleibe in der leicht vorgebeugten Haltung, damit die Haut und die Muskulatur optimal vorgedehnt sind. Deine Hilfsperson reißt nun das Trägerpapier an der Basis des ersten Streifens ein und klebt diesen sogenannten Anker völlig ohne Zug im unteren Rückenbereich (knapp über dem Becken) auf.
Führe das Tape nun parallel neben der Wirbelsäule mit leichter Spannung (ca. 25–50 %) nach oben. Das obere Ende wird wieder komplett ohne Spannung aufgeklebt. Wiederhole diesen exakten Vorgang mit dem zweiten Tape auf der anderen Seite der Wirbelsäule. Wichtig: Klebe das Tape niemals direkt auf die knöchernen Wirbelkörper, sondern immer nur auf die Muskulatur rechts und links daneben.
Hast du einen ganz lokalen, stark pochenden Schmerzpunkt (zum Beispiel in der Lendenwirbelsäule)? Dann kannst du einen dritten, etwas kürzeren Streifen horizontal darüberlegen. Dehne diesen in der Mitte mit starkem Zug (ca. 80 %) und klebe ihn direkt über den Schmerzpunkt. Die beiden Enden lässt du auch hier völlig ungedehnt sanft auslaufen. Reibe zum Schluss alle Tapes kräftig mit den Handflächen an, um den Kleber durch die Reibungswärme zu aktivieren.
Anwendung & Alltag
Wenn du dich nach dem Aufkleben wieder aufrichtest, solltest du sofort spüren, wie das Tape sanft an der Haut zieht und dich an eine gerade Haltung erinnert. Du kannst mit dieser Anlage ganz normal duschen oder Sport treiben. Sobald das Tape jedoch unangenehm juckt oder die Schmerzen zunehmen, solltest du es vorsichtig abziehen.
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Zum Kingtape ShopVorteile beim Wirbelsäule tapen
Der größte Vorteil beim Tapen der Wirbelsäule liegt in der dynamischen Erinnerungsfunktion (Propriozeption). Anders als bei einem starren Stützkorsett oder festen Bandagen bleibt deine volle Beweglichkeit erhalten. Das elastische Tape übt bei jeder Bewegung einen sanften, kaum spürbaren Zug auf die Haut aus. Dieses taktile Feedback erinnert deinen Körper völlig unbewusst daran, aus einer ungesunden Fehlhaltung herauszugehen und dich wieder aktiv aufzurichten. Besonders bei stundenlangem Sitzen am Schreibtisch oder bei monotonen Bewegungen ist dieser sensorische Reiz Gold wert, um eine gesunde Körperhaltung zu trainieren.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die direkte mechanische Wirkung auf das Gewebe. Durch das Aufkleben der Streifen wird die oberste Hautschicht sanft angehoben. Das schafft mikroskopisch kleinen Raum im darunterliegenden Gewebe, wodurch die lokale Durchblutung und der Lymphfluss gefördert werden. Verklebte Faszien und tiefsitzende Muskelverspannungen in der Rückenmuskulatur können sich so viel leichter lösen. Entzündungsstoffe werden besser abtransportiert, was oft zu einer schnellen und spürbaren Linderung der akuten Beschwerden führt.
Egal ob präventiv beim Sport, zur Entlastung im Berufsalltag oder als begleitende Maßnahme zur Physiotherapie: Das Kinesiotape arbeitet rund um die Uhr für deine Gesundheit. Es unterstützt die natürliche Regeneration, nimmt den Druck von stark beanspruchten Muskelgruppen und hilft dir dabei, deinen Alltag wieder unbeschwert und mit einer starken Mitte zu meistern.
Mehr als nur ein Tape.
Ein Statement.
Für Athleten, die keine Kompromisse machen. Setze auf Qualität, die hält – egal wie hart dein Training ist.
Zum ShopFAQ
Du hast Fragen rund um unsere Kinesio Tapes oder die Anwendung von KINGTAPE? In unseren FAQs findest du Antworten auf die häufigsten Fragen – kompakt, verständlich und direkt aus der Praxis.
Da der Rücken für deine Hände schwer zu erreichen ist und du für die richtige Anlage eine leicht vorgebeugte Haltung mit rundem Rücken einnehmen musst, ist das Selbsttapen an der Wirbelsäule kaum machbar. Für ein faltenfreies und wirkungsvolles Ergebnis solltest du dir immer von einer zweiten Person helfen lassen.
Nein, das klassische Kinesiotape wird in der Regel nicht direkt auf die knöchernen Dornfortsätze der Wirbelkörper geklebt. Die Streifen werden stattdessen links und rechts parallel zur Wirbelsäule auf den sogenannten Rückenstrecker (die angrenzende Muskulatur) appliziert. So wird das Muskelgewebe optimal unterstützt und unangenehme Reibung auf den direkten Knochen vermieden.
Ein Tape kann einen Bandscheibenvorfall niemals heilen oder die Bandscheiben selbst reparieren. Es kann jedoch wunderbar als Begleitmaßnahme helfen, die extrem schmerzhaften, krampfartigen Muskelverspannungen im umliegenden Gewebe zu lindern, die fast immer als Schutzreaktion des Körpers auftreten. Wichtig: Ein Bandscheibenvorfall muss zwingend ärztlich und physiotherapeutisch betreut werden!
Ein hochwertiges Tape hält auch auf dem Rücken problemlos 3 bis 7 Tage. Da dieser Bereich durch das An- und Ausziehen von Kleidung, Schwitzen beim Sport und das Anlehnen auf Stühlen viel Reibung ausgesetzt ist, solltest du die Enden der Streifen vorher besonders sorgfältig abrunden. Du kannst mit der Anlage ganz normal duschen – tupfe das Tape danach einfach nur sanft mit dem Handtuch ab und rubbele nicht darüber.